Auf der Flucht im Montafon
Auf die AktualitĂ€t des Themas muss nicht eigens hingewiesen werden. Wer sich mit dem Thema âFluchtâ auseinandersetzen möchte, eine zĂŒnftige Wanderung liebend gerne in Kauf nimmt und dabei auch noch hohe kĂŒnstlerische AnsprĂŒche hat, ist hier richtig. Und wenn jetzt auch noch die âSĂŒddeutsche Zeitungâ dieser Theaterwanderung im Montafon eine ganze Seite widmet (âĂber die Grenzeâ), dann ist wohl klar: es handelt sich um eine faszinierende Vorstellung ĂŒber ein wichtiges StĂŒck Zeitgeschichte.
Mir war es als Vertreter im Kulturausschuss des Nationalrats und Mitglied verschiedener Kuratorien ein BedĂŒrfnis, die engagierten Macherinnen und Macher von âAuf der Fluchtâ zu unterstĂŒtzen, zumal ich als Teilnehmer einer dieser Theaterwanderungen selbst tief beeindruckt war.
Insider der Vorarlberger Zeitgeschichte kennen die bedeutendsten Fluchtrouten in der NS-Zeit ja schon lange â auch diese hier im hinteren Montafon. FĂŒr JĂŒdinnen und Juden sowie aus politischen oder aus anderen GrĂŒnden Verfolgte waren sie ein gefĂ€hrlicher und auch körperlich anspruchsvoller âWeg in die Freiheitâ.
Das âTeatro Caprileâ hat sich des Themas angenommen und eine einzigartige, sehr beeindruckende und empfehlenswerte Produktion aufgrund der groĂen Nachfrage auch heuer wieder ins Programm aufgenommen: âAuf der Flucht: Gargellen â Sarotla â Schweizâ. Es handelt sich um interaktives Theater mit gefĂŒhrter Wanderung an den OriginalschauplĂ€tzen und dauert in einer herrlichen Landschaft fast sechs Stunden. Die â zumindest vorlĂ€ufig â letzten Möglichkeiten gibt es vom 24. bis 26. August und vom 31. August bis 2. September 2018. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Treffpunkt ist jeweils um 9:00 Uhr bei der Kirche in Gargellen. Die Theater-Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, da die Wandergruppe mit 40 TeilnehmerInnen begrenzt ist, entweder am oben angegebenen Link oder telefonisch unter  +43 5558 8201-300.
Die Wanderung erfordert eine entsprechende Grundkondition und erfolgt auf eigene Gefahr. Das Tour endet auf der Alpe Rongg.

