9. März 2010

Postenschacher: Anfrage an Schmied!

2010-03-09T10:35:00+01:0009.03.10, 10:35 |Kategorien: Bildung|

Die unterlegene Kandidatin für die Stelle einer/eines Bestellung des LandesschulinspektorIn für Pflichtschulen in Vorarlberg wehrt sich. Das ist gut so. Karin Engstler – sie wird übrigens nicht uns Grünen, sondern ebenfalls der ÖVP zugerechnet – gibt sich in den heutigen „Vorarlberger Nachrichten“ selbstbewusst: „Ich bin die Bessere!“

Ich habe aus diesem Grund heute eine parlamentarische Abnfrage an Bundesministerin Claudia Schmied eingebracht (< file name="Anfrage_LandesschulinspektorIn" >).

Unter anderem möchte ich von ihr wissen, wie sie dazu steht, dass bei der Bestellung eines Landesschulinspektors/einer Landesschulinspektorin eine gleich qualifizierte Frau, die für die jetzt anstehenden, notwendigen Reformen steht, an die zweite Stelle gereiht wurde.

Ebenfalls interessiert mich ihre Beurteilung der Feststellung des Personalberaters Ebner gegenüber dem Kollegium, dass Herr Rothmund als „stabilisierend“ und Frau Engstler als jemand charakterisiert wird, der „kreativ und organisationsbegabt“ ist: „Welche Auswirkungen sollte das aus Ihrer Sicht auf die Besetzung dieser zentralen Stelle im Vorarlberger Schulwesen haben?“

Völlig zurecht verweist übrigens die Vorarlberger Grüne Bildungssprecherin Katharina Wiesflecker darauf, dass Landesrat Stemer schon jetzt Kindsweglegung betreibt. Im Kollegium sitzen zehn stimmberechtigte Mitglieder. Sechs wurden von der ÖVP nominiert, drei von den Freiheitlichen und eines von den Grünen. Die Mehrheit ist deutlich. Wiesflecker: „Dass das Kollegiumsmitglied Stemer mit der Fehlentscheidung nichts zu tun haben will, ist ein schlechter Scherz.“

8. März 2010

Schule: Postenschacher – und kein Ende!

2010-03-08T10:14:00+01:0008.03.10, 10:14 |Kategorien: Bildung|

So stellt man sich den Weltfrauentag vor. Zwei laut Objektivierungskommission gleich Qualifizierte und im Zweifel wird es der Mann. Wir haben daher an Landesrat Siegi Stemer und Ministerin Claudia Schmied einen „Offenen Brief“ (< file name="Offener-Brief-an-Stemer-und-Schmied" >) verfasst. Es hat natürlich auch eine inhaltliche Komponente, der Mann wird vom Personalberater als bewahrend, die Frau als innovativ beurteilt.

Sie verfügt über ein sehr umfangreiches Fachwissen in den Bereichen Integration in der Sekundarstufe, offene Lernformen sowie alternative Formen der Beurteilung und hat eine umfassende einschlägige pädagogische Publikationstätigkeit vorzuweisen, hat als Direktorin und Bezirksschulinspektorin und im Zusammenhang mit der Neuen Mittelschule maßgeblich zur Unterrichtsentwicklung im Bereich Individualisierung, Differenzierung, Öffnung usw. beigetragen. Er ist ehemaliger Vorsitzender der Personalvertretung der APS-LehrerInnen, hat vor allem standespolitische Interessen verfolgt und ist der reform-skeptischen bis reform-feindlichen Linie eines Fritz Neugebauer zuzuordnen.

Katharina und ich fagen daher: „Was wollen Sie, Herr Landesrat? Bewahren oder reformieren? Diese Personalentscheidung widerspricht diametral Ihren sonstigen Bekundungen für eine „neue Pädagogik“ und die Weiterentwicklung der Schule. Sie ist ein Schlag ins Gesicht aller Pädagogen und Pädagoginnen in Vorarlberg, die sich im Zuge der Vorarlberger Mittelschule engagiert an der Weiterentwicklung der Schule beteiligen!“

Wir haben eine durchschnittlichen Frauenquote in Führungsfunktionen von knapp 10. In der Evaluation des Landesfrauenfördergesetzes wird festgestellt, dass sich der Anteil der Frauen in der Führung von Volksschulen auf knapp 50 wohl stark gesteigert hat, bei einem Lehrerinnenanteil von 89 ist das aber nicht verwunderlich. Allerdings werden – bei einem Frauenanteil von 60 – nur 6 der Hauptschulen von Frauen geleitet. Dieser Anteil ist im Vergleich zu früheren Untersuchungen sogar leicht gesunken.

22. Februar 2010

Schulreform: CDU weiter als die ÖVP!

2010-02-22T07:36:00+01:0022.02.10, 7:36 |Kategorien: Bildung|

„Omnes, omnia, omnino. Alle Menschen alles gründlich lehren.“ So lautet der Wahlspruch des tschechischen Philosophen, Theologen und Pädagogen Jan Amos Komenský (manchmal auch Komenius).

Letzte Woche war ich bei einer Bildungsdiskussion, die vom Komenský-Fond und der Caritas veranstaltet wurde. Spannend – vor allem deshalb, weil quer durch alle Parteien klar war, dass wir eine grundlegende Reform brauchen.

Caritas-Präsident Franz Küberl betonte, dass für Menschen in Not Bildung der erste Schritt ist, um langfristig der Armutsspirale zu entkommen. Rita Süssmuth, die ehemalige Präsidentin des deutschen Bundestages, bewies, dass auch Konservative die Zeichen der Zeit erkennen: Gesamtschule? Her damit! Ganztagsschule? Natürlich!

Süßmuth ist kein Einzelfall. In Hamburg gibt es eine schwarz-grüne Koalition. Das Ergebnis ist zwar nicht die „grüne Schule“, immerhin aber ein wesentlicher Fortschritt. Noch heuer kommt es zu einer großen Reform. Die Grundschule wird um zwei Jahre verlängert, das anschließende mehrgliedrige Schulsystem auf zwei Formen vereinfacht: „Stadtteilschule“ und Gymnasium. Es gibt zwar vehemente Elternproteste, aber jetzt tritt auch die SPD für die Reform ein. Ihr neuer Landesvorsitzender Olaf Scholz bekennt sie sich eindeutig zur Schulreform, denn er weiß, was ansonsten passiert: „Die Gesellschaft driftet auseinander“

Wann kommen SPÖVP in Österreich daruf, dass die Zeit drängt?

Immerhin wusste ja schon Jan Amos Komenský: „Omnes, omnia, omnino.“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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