16. Februar 2010

Maturanoten müssen vergleichbar sein!

2010-02-16T14:18:00+01:0016.02.10, 14:18 |Kategorien: Bildung|

Die Wogen gehen hoch beim Thema „Zentralmatura“: Die einen vermuten den Untergang des christlichen Abendlandes, die anderen warnen vor einer Zentralisierung des gesamten Unterrichts und inhaltlichen Vorgaben durch die „Zentrale“. Die „Presse“ hat gestern über die Bedenken dagegen berichtet: „Zentralmatura: Streit um die Grundkompetenzen“. Die große Befürchtung ist, dass es einen Niveauverlust geben könnte. Warum das so sein soll, wird allerdings nicht geklärt. Wenn eine Klasse in Englisch die Matura auf B2-Niveau bestens absolviert, spricht ja nichts dagegen, dass die Matura für einen Teil der SchülerInnen uf einem höheren Niveau – also beispielsweise C1 – durchgeführt wird. Diese Gegenargumente sind nicht nachvollziehbar.

Heute konnte ich einige aus meiner Sicht wesentliche Einwände vorbringen: „Zentralmatura: Noten vergleichen“.

Die zentral vorgegebene schriftliche Matura soll ab 2014 an AHS und ab 2015 an BHMS durchgeführt werden. Dann sollte auch klarer als jetzt sein, wie es um das Niveau an den einzelnen Schulstandorten steht.

Ein Aspekt ist noch wesentlich: Es geht bei dieser Matura nicht um Faktenwissen, sondern um Kompetenzen. Es geht also um die Frage: Wie gut kann jemand Englisch? Und nicht darum, ob er auf eine Prüfung gelernt hat oder nicht.

5. Februar 2010

Bildung wird in Österreich vererbt!

2010-02-05T15:06:00+01:0005.02.10, 15:06 |Kategorien: Bildung|

An den Universitäten und Hochschulen setzt sich das fort, was im Schulbereich begonnen wird: Das System benachteiligt systematisch junge Menschen aus unteren sozialen Schichten. Das zeigt jetzt der Rohbericht der „Studierenden-Sozialerhebung 2009“. Der Anteil von StudentInnen aus niedrigen Schichten an Unis und Fachhochschulen sank zwischen 1998 und 2009 von 26 auf 19 Prozent, mittlere (1998: 28 Prozent, 2009: 31 Prozent) und gehobene Schichten (1998: 28 Prozent, 2009: 33 Prozent) haben deutlich zugelegt.

Das kommt nicht überraschend: Nur das deutsche Bildungssystem ist ähnlich ungerecht wie das österreichische und bevorzugt Kinder reicher Eltern in einem ähnlichen Ausmaß.

Das wird übrigens auch durch Detailuntersuchungen der PISA-Studie belegt: Akademikerkinder werden AkademikerInnen, Arbeiterkinder werden ArbeiterInnen. Unterrichtsministerin Claudia Schmied muss für sozial gerechte Schule sorgen. Die Notengebung ist da ein wichtiger Faktor, denn der familiäre Hintergrund hat sogar Einfluss auf die Leistungsbeurteilung (der „Standard“ berichtet heute darüber: „Grüne wollen Ziffernnoten abschaffen“). Bei gleicher Leistung bekommen Kinder aus sozial schwachen Familien tendeziell schlechtere Noten. Bildungsstandards und eine Reform der Leistungsbeurteilung können helfen, die soziale Selektion in den Schulen zu mindern. Dazu gehört: Die Abschaffung der Schulnoten in der Volksschule und die Einführung von Bildungsstandards in allen Schulstufen.

Und eines muss man immer wieder wiederholen: Die ÖVP muss ihre Blockadepolitik im Bildungsbereich endlich aufgeben und zu einer grundlegenden Reform bereit sein. Wir brauchen die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen und ganztägige Angebote!

31. Januar 2010

„Auf der Suche nach der Schule der Zukunft“

2010-01-31T10:43:00+01:0031.01.10, 10:43 |Kategorien: Bildung|

In Bregenz veranstaltet heute der Verein „schulejetzt“ um 19.30 Uhr im Kesselhaus (Mariahilfstraße 29) das sogenannte „1. Vernetzungstreffen schulejetzt“. Der Verein „schulejetzt“ will das öffentliche Verständnis für reformpädagogische Ansätze und im Speziellen die Einordnung des Begriffes der Montessori-Pädagogik fördern. Eine weitere Aufgabe ist die Entwicklung und Sicherstellung eines flächendeckenden Montessori- bzw. eines reformpädagogischen (Vor-)Schulangebotes in Bregenz – vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe – durch die öffentliche Hand.

Das Thema heute Abend: „Es gibt sie schon, die guten Schulen. Wir wollen sie auch in Vorarlberg.“ Gezeigt wird der bekannte Dokumentarfilm „Auf der Suche nach der Schule der Zukunft“.

Danach gibt es Berichte über Gespräche mit Entscheidungsträgern und eine Diskussion. Ziel: Mit vereinten Kräften Reformpädagogik an öffentliche Schulen im ganzen Land bringen!

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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