28. Dezember 2015

Vorarlberger Unterland: Bahn statt Stau!

2015-12-29T18:33:18+01:0028.12.15, 10:26 |Kategorien: Klima und Umwelt|Tags: , , |

RailjetDie Menschen in den Gemeinden des Vorarlberger Unterlandes Ă€chzen unter der Verkehrsbelastung. Jeden Tag gibt es Stau. Wir wissen alle, dass es dringend eine Entlastung braucht. Eine (!) sinnvolle Lösung ist eine direkte und funktionierende Zugverbindung zwischen Dornbirn und St. Gallen. Dazu habe ich eine Anfrage an Verkehrsminister Stöger gerichtet und ihn aufgefordert, er möge umgehend die Weichen in die richtige Richtung stellen (Vorarlbergs GrĂŒne wollen S-Bahn-Linie Dornbirn-St.Margrethen-St.Gallen).

Die Strecke existiert bereits: Schon jetzt gibt es eine Schienenverbindung von Dornbirn nach Hard, Lauterach und Lustenau sowie anschließend in die Schweiz. Diese Strecke wird derzeit aber nicht fĂŒr den Personenverkehr benĂŒtzt, obwohl sie großrĂ€umig betrachtet eine direkte Zugverbindung von St. Gallen bis nach Feldkirch herstellen wurde. Nun muss umgehend an den technischen Notwendigkeiten fĂŒr eine funktionierende Bahnstrecke gearbeitet werden. Das ist möglich, wie die Bahn nach meiner Initiative auf Anfrage der Presse bestĂ€tigt hat.

Wir brauchen eine Antwort auf den steigenden grenzĂŒberschreitenden PKW-Verkehr. Diese kann nur in einer umwelt- und klimavertrĂ€glichen Verkehrspolitik liegen – im Ausbau der Bahnverbindung. Nicht nur Anrainerinnen und Anrainer wĂŒrden profitieren, sondern auch die vielen Verkehrsteilnehmenden. Die Verbindung zwischen den NachbarlĂ€ndern und innerhalb der Vorarlberger Gemeinden wĂ€ren mit dem Bahnausbau schneller, sicherer und leistbarer.

6. August 2015

Gletschern droht Rekordschmelze!

2015-08-06T14:46:15+02:0006.08.15, 14:43 |Kategorien: Allgemein, Klima und Umwelt|Tags: , |

Gletscherschmelze_SZEs ist nicht nur das derzeitige Wetter, das mich zu diesem Thema motiviert. Es sind die unvorhersehbaren und daher beÀngstigenden Auswirkungen, die das Abschmelzen unserer Gletscher seit der Mitte des vorvorigen Jahrhunderts bewirken.

Alles nicht so schlimm, behaupten viele. Aber: In den Alpen ist bereits die HĂ€lfte der im 19. Jahrhundert von Gletschern bedeckten FlĂ€che durch den RĂŒckgang des Eises freigelegt worden. Es handelt sich zudem um ein weltweites PhĂ€nomen: Die Gletscher schmelzen mehr oder weniger ĂŒberall – vor allem an den Polen – entsprechend den zu beobachtenden Klima- und Temperaturschwankungen.

Derzeit erleben wir beispielsweise in Salzburg den wĂ€rmsten Juli der 248-jĂ€hrigen Messgeschichte („Gletschern droht Rekordschmelze“).

Ende Juli wurde am Stubacher Sonnblickkees bereits ein Ausaperungsstadium erreicht, wie das im Vorjahr erst Ende September der Fall war. Anderswo in den Alpen sieht es nicht besser aus. Fehlt die schĂŒtzende reflektierende SchneehĂŒlle und kommt das dunklere Eis zum Vorschein, werden die Sonnenstrahlen nicht mehr reflektiert. Dann geht es an die Eissubstanz, und die Gletscher verlieren tĂ€glich an Masse. Das dauert heuer im gĂŒnstigsten Fall noch vier oder fĂŒnf Wochen, im schlechtesten acht. Am Stubacher Sonnblickkees liegt der Massenverlust seit Anfang der 1980er Jahre bei mehr als 30 Millionen Kubikmeter. Die Mehrzahl der Alpengletscher wird heuer wieder deutlich an Masse verlieren. Und an den Polen schaut die Sache noch dramatischer aus.

Experten warnen deshalb vor den Folgen (Gletscherschwund seit 1850):

  • Anstieg des Meeresspiegels: Wenn nichts geschieht, wĂŒrden bei einem Anstieg um einen Meter weltweit 150.000 kmÂČ LandflĂ€che ĂŒberschwemmt. 180 Millionen Menschen wĂ€ren betroffen.
  • FelsabstĂŒrze: Allein am schweizerischen Eiger waren es bei einem einzigen Ereignis im Jahr 2006 mehr als 500.000 mÂł.
  • AusbrĂŒche von Gletscherseen: In Nepal gab es nach einer bis zu 15 m hohen Flutwelle Tote und riesigen Sachschaden.
  • Am Gravierendsten sind aber der Anstieg des Meeresspiegels und Wassermangel in bestimmten Regionen.

Die Zeit zum Handeln ist ĂŒberreif. Beim Weltklimagipfel in Paris im Dezember diesen Jahres beispielsweise.
Bild: SĂŒddeutsche Zeitung

15. September 2014

Frackingverbot: Initiative aus Vorarlberg im Parlament!

2014-09-15T12:43:00+02:0015.09.14, 12:43 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Im Verlauf des Wahlkampfs und auch gestern in der ORF-Pressestunde haben sich alle Spitzenvertreter der Parteien mehrfach eindeutig gegen Fracking ausgesprochen. Auf Bundesebene ist das nicht so.

Ich habe daher die Nagelprobe gemacht und die Vorarlberger Abgeordneten im Nationalrat eingeladen (< file name="Fracking-Mail" >), in Wien gemeinsam mit mir das zu tun, was alle Parteien, die in den Vorarlberger Landtag wollen und realistische Chancen haben, versprechen. Hier mehr dazu: Frackingverbot – wer ist dafĂŒr, wer dagegen?

Das wÀre ein starkes Signal. Und das Ergebnis meiner Initiative ist durchaus erfreulich:

‱ Die Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ sind prinzipiell bereit, die Initiative zu unterstĂŒtzen.

‱ Auch die NEOS sind zu einem GesprĂ€chstermin bereit und haben eine Zustimmung zu meinem Antrag angedeutet.

‱ Die FPÖ setzt allerdings ihren Schlingerkurs fort – mal stimmt man gegen ein Frackingverbot (Abstimmung), mal dafĂŒr.

In Sachen Frackingverbot ist somit klar: Es wird eine parteiĂŒbergreifende Initiative aus Vorarlberg im Parlament geben! Die meisten Vorarlberger Abgeordneten werden sich noch vor der nĂ€chsten Plenarsitzung zusammensetzen und auf Basis meines Vorschlags einen Antrag formulieren.

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr


Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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