âEin Statement zur österreichischen Asylpolitik laut herausschreien!“
Gestern hat mich ein Mail der Direktorin der Mittelschule Lauterach erreicht. Inhalt einmal mehr die Situation einer kosovarischen Familie, fĂŒr deren Verbleib in Ăsterreich die gesamte Schule kĂ€mpft.
Ich zitiere: âDie Geschichte der Familie I. ist um zwei unmenschliche Facetten reicher.â
Da stellt ein Arzt ein Gutachten ĂŒber die psychische Verfassung der kosovarischen Familienmitglieder aus, ohne die Familie jemals gesehen zu haben. Erschwerend: Ein bereits erstelltes Gutachten, das den Eltern schwere Depressionen bescheinigt, wird ĂŒber den Tisch hinweg infrage gestellt und quasi korrigiert. Die Direktorin: âKann es sein, dass in Ăsterreich ein Ă€rztliches Gutachten eines Arztes von einem anderen Arzt in Frage gestellt wird? Relativiert wird? Ja, es kann offensichtlich sein, aber ein Amtsarzt wird nicht zugelassen. DarĂŒber bin ich entsetzt! Herrscht in Ăsterreich WillkĂŒr? Wird einem Arzt unterstellt er wĂŒrde falsche Gutachten erstellen?â
Zudem hat die Familie per Post eine Verpflichtung zur Ausreise erhalten. Dies, obwohl der die Familie vertretende Rechtsanwalt durch die Familie fĂŒr den Erhalt von Postsendungen als BevollmĂ€chtigter eingesetzt wurde.
âEin Statement zur Familie und zur österreichischen Asylpolitik laut herausschreien!
Das lĂ€sst uns als Schule wieder eine Aktion starten. Diese Aktion wird zusammen mit der offenen Jugendarbeit Lauterach durchgefĂŒhrt. SchĂŒler/innen, BĂŒrger/innen, Interessierte werden aufgerufen sich in einer Foto-Schrei-Box die Wut, EnttĂ€uschung von der Seele zu schreien.
Mittwoch, 1.7.15 ab 11:15 Uhr am Montfortplatz in Lauterachâ
