10. November 2020

Nationalsozialismus in Vorarlberg – Vortrag auf ZOOM

2020-11-11T16:44:56+01:0010.11.20, 17:28 |Kategorien: Geschichte und Rechtsextremismus|

NS-Massenmörder aus dem LĂ€ndle? Nationalsozialismus in Vorarlberg? Gab’s da was?

Jahrzehntelang gab es hierzulande ein „Kartell des Schweigens“, wie es Werner Bundschuh, Obmann der Johann-August-Malin-Gesellschaft, ausdrĂŒckte. Erst allmĂ€hlich ging die hisorische Forschung das Thema kritisch an und entdeckte lange verborgen Gebliebenes: wirtschaftliche Profiteure der braunen Herrschaft und Mörder in den KZs und anderen NS-Tötungseinrichtungen, aber auch Verfolgte und Menschen im Widerstand.

Zu diesem Thema spreche ich am Freitagabend ab 19:00 und zeige eine ganze Reihe von Bildern.

Geplant war der Vortrag im Bludenzer Jugendzentrum „Villa.K“. Jetzt weichen wir aus ins Internet auf ZOOM. Anmeldung ist daher unbedingt notwendig, man/frau erhĂ€lt dann den Zugangscode von Marko Wagner: marco@villak.at

„Nie wieder! Nationalsozialismus in Vorarlberg“

Freitag, 13.11.2020, 19:00 Uhr,  Online auf ZOOM

Es wĂŒrde mich freuen, wenn es wĂ€hrend und nach der Veranstaltung zu Fragen und einer Diskussion kĂ€me.

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9. November 2020

Touristik-Irrsinn am Arlberg

2020-11-10T09:38:55+01:0009.11.20, 8:43 |Kategorien: Klima und Umwelt|Tags: , , |

Der Arlberg ist ein Paradies fĂŒr Schifahrer und andere Wintersportler. Einige (!) Verantwortliche im Tourismusbereich tun alles dafĂŒr, dass das nicht so bleibt. Nichts gelernt aus den Vorkommnissen im Montafon (Ausbau der Beschneiung) oder von Ischgl (Ballermann der Alpen)?

In den „Vorarlberger Nachrichten“ habe ich das Thema unter dem Titel „Uns gehört die Welt!“ aufgegriffen.  Hier (oder ĂŒber den Link oben) zum Nachlesen:

Übertriebene SensibilitĂ€t fĂŒr die Natur konnte man den Tourismusverantwortlichen am Arlberg nie vorwerfen. Der frĂŒhere Seilbahn-Boss Michael Manhart hat mit Ausbauprojekten oder dem unverantwortlichen Heliskiing das Blut der fĂŒr Naturschutz ZustĂ€ndigen immer wieder in Wallung gebracht.

In den letzten Wochen haben die geplanten Weltcuprennen in ZĂŒrs erneut fĂŒr Aufregung gesorgt – und zu fĂŒnf Anzeigen gefĂŒhrt. Arroganz, Ignoranz oder schlicht UnfĂ€higkeit der Verantwortlichen? Oder von allem ein bisschen?

An den Gesetzen vorbei

FĂŒr die Pisten mussten fast 17.000 Quadratmeter GelĂ€nde umgegraben werden – ohne vorliegende Genehmigung. Sie wurde erst nachtrĂ€glich erteilt. Zudem mussten Behördenvertreter bei der Verhandlung ĂŒber einen Antrag fĂŒr ein Schneedepot feststellen, dass dieses bereits vorhanden war.

Auch 20 Lichtmasten samt massiven Betonfundamenten wurden ohne Genehmigung errichtet. Ja, nicht einmal die notwendigen Umwidmungen durch die Gemeinde waren – und sind – vorhanden. Dabei wĂ€re das wohl kein großes Problem, ist doch der neugewĂ€hlte BĂŒrgermeister gleichzeitig Chef des Organisationskomitees.

GrĂŒĂŸe von der Klimakrise

Das mit enormem Energieverbrauch um teures Geld schon vor Wochen angelegte Schneedepot ist in den letzten Wochen ĂŒbrigens weitgehend geschmolzen. Weitere Beschneiung ist zurzeit wegen der hohen Temperaturen nicht möglich. Das kann nicht ĂŒberraschen: Haben die Verantwortlich die KlimaerwĂ€rmung nicht mitbekommen?

Das fĂŒr nĂ€chstes Wochenende vorgesehene Rennen musste daher verschoben werden. Der 300 Meter lange Rennhang mit seinem immer schmaler werdenden weißen Streifen ist jetzt Sinnbild fĂŒr die fatale „Uns gehört die Welt“-MentalitĂ€t einiger Touristiker und ihren brachialen Umgang mit der Natur.

Schlimm genug, dass das sonst so sparsame Land Vorarlberg dieses Spektakel mit 1,3 Millionen Euro unterstĂŒtzt. ZusĂ€tzlich soll es auch noch eine nicht nĂ€her bezifferte „Veranstaltungsförderung“ geben.

Konsequenzen?

Die zustĂ€ndige Sportlandes­rĂ€tin Martina RĂŒscher bezeichnet die VorgĂ€nge am Arlberg als „unerfreulich“. Das ist reichlich untertrieben: Sie sind ein Skandal. Es wĂ€re daher sehr wohl zu prĂŒfen, ob die Landesgelder nicht zurĂŒckgefordert werden mĂŒssen. Immerhin handelt es sich um eklatante VerstĂ¶ĂŸe gegen bestehende Gesetze.

RĂŒscher meint, das Land stehe auch weiterhin zum Projekt. Wer ist „das Land“? Sie als zustĂ€ndige LandesrĂ€tin? Die gesamte Regierung? Oder die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger?

Mittlerweile wird am Arlberg die Verantwortung fĂŒr das Desaster munter hin und hergeschoben. BĂŒrgermeister Stefan Jochum als gleichzeitiger Chef des Organisationskomitees schiebt sie an „seinen“ PrĂ€sidenten Patrick Ortlieb. Der wiederum meint, Jochum sei verantwortlich.

Zumindest das hÀtte es zu Manharts Zeit nicht gegeben!

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27. Oktober 2020

Wien: Machtpolitik oder Zukunftsprojekt?

2020-10-27T14:39:44+01:0027.10.20, 14:39 |Kategorien: Bildung|Tags: , |

BĂŒrgermeister Ludwig kĂŒndigt also eine „Zukunftskoalition“ mit den Neos an. Sein gutes Recht. Dass ich damit keine Freude habe, ist eindeutig mein Problem. Der neoliberale Wind in Wien wird hoffentlich nur ein LĂŒftchen werden. Ob es Wien, der SPÖ und den Neos gut tun wird? Ein paar Anmerkungen meinerseits.

Man kann sich natĂŒrlich die Augen reiben, wenn eine zehnjĂ€hrige erfolgreiche Koalition, bei der beide Partner aus Wahlen gestĂ€rkt hervorgegangen sind, beendet wird. Aber so sind nun mal die Spielregeln einer Demokratie.

Die zentrale Frage lautet: Was ist die inhaltliche Botschaft, die nun von der Wiener SPÖ ausgesendet wird? Was soll die „Zukunftskoalition“ anders machen als die bisherige? Und warum war dieser Wechsel des Partners notwendig?

Die Bildungspolitik? Die Neos haben ja in Sachen Bildungspolitik versprochen, dass alles besser wird mit ihnen. Konkret geworden sind sie aber leider nicht – das hat ĂŒbrigens Tradition. Wie also steht es mit der zentralen Forderung nach der Gemeinsamen Schule. Wir haben das weder in Wien noch im Bund durchgesetzt. Ich habe das immer beklagt.

Aber bei den Neos ist nicht einmal klar, ob sie das ĂŒberhaupt wollen. Sie haben uns diesbezĂŒglich jedenfalls weder im Bund noch in der Stadt unterstĂŒtzt und waren bei diesem Thema ziemlich kleinlaut und ist in keinem Wahl- oder Parteiprogramm zu lesen. Wenn die Gemeinsame Schule aber kommt oder zumindest Schritte in diese Richtung – prima! Mehr Wahlfreiheit bei der Schulwahl? Das wĂŒrde Benachteiligte noch weiter benachteiligen. Warten wir mal die Verhandlungen ab. Ich hoffe aber, dass nicht die Privatschulbetreiber die großen Gewinner sein werden.

Übrigens: Ich gestehe: Ergebnis mit der ÖVP im Bund war ebenfalls nicht berauschend. Aber ich habe das immer deutlich gesagt und die Probleme sowie die LösungsvorschlĂ€ge sehr konkret benannt.

Oder geht es vor allem um die Verkehrspolitik? Sicher ist: Die GrĂŒnen Initiativen waren natĂŒrlich nicht jedermanns Sache. Die roten Bezirkskaiser in den sogenannten Wiener FlĂ€chenbezirken beklagten ja regelmĂ€ĂŸig, dass das Auto zurĂŒckgedrĂ€ngt wurde. Und sie hatten recht. Der Autoverkehr in Wien wurde zugunsten von Öffis und Fahrrad zurĂŒckgedrĂ€ngt. Wer das nicht gut findet, hat mit Rot-Pink jetzt sicher eine Freude. Aber kann sich die SPÖ hier einen Politik-Wechsel erlauben?

Oder gibt’s andere Schwerpunkte? Wegen des weiterhin dringend erforderlichen Ausbaus von GrĂŒnflĂ€chen und Radwegen wird Ludwig wohl kaum die Neos ins Boot geholt haben. Geht’s gar um Privatisierungen? Kommt jetzt „Westbahn statt ÖBB“ auf Wienerisch? Was soll anders gemacht werden? SUV-Parkstreifen statt Begegnungszonen – das kann’s im 3. Jahrtausend wohl nicht mehr sein!

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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