Bildungsreform: die GrĂŒnen Bedingungen!
Um Klartext zu sprechen: Mir reicht’s! Die Betonierer aus der Lehrergewerkschaft können nicht ein ganzes Land in bildungspolitische Geiselhaft nehmen. Das ist ein fahrlĂ€ssiger Umgang mit der Zukunft unseres Landes und speziell der Zukunft unserer Kinder. Was daher auf keinen Fall passieren darf, ist ein Scheitern dieser Bildungsreform.
Aber dort, wo âReformâ draufsteht, muss auch wirklich Reform drin sein. FĂŒr uns GrĂŒne ist eine Zustimmung daher an Verbesserungen des jetzigen Entwurfs gebunden. Das habe ich heute mehreren Medien gegenĂŒber klargemacht (âGrĂŒne Bedingungen fĂŒr Reformâ). Um nur drei zentrale Punkte zu nennen:
- Die gröĂte HĂŒrde ist eine Weichenstellung in Richtung einer Gemeinsamen Schule bis zum 14. Lebensjahr. Zumindest eine Modellregion muss möglich sein, um die 100-jĂ€hrige bildungspolitische Blockade zwischen Rot und Schwarz endlich zu beenden.
- Die vorgesehene Bestellung kĂŒnftiger SchulleiterInnen wĂ€re ein Mehr und nicht ein Weniger an parteipolitischer Macht. Wir fordern daher eine wirkliche Ent-Parteipolitisierung durch eine Beteiligung aller Schulpartner und ein Mehr an Transparenz.
- Auch die Finanzierung muss auf neue Beine gestellt werden. Wir brauchen mehr Geld fĂŒr die so genannten Brennpunktschulen. Jedes Kind ist uns gleich viel wert, aber nicht jedes Kind hat den gleichen Förderbedarf. DafĂŒr braucht es mehr Geld fĂŒr das Bildungssystem.
Wenn SPĂ und ĂVP wirklich an konstruktiven Verhandlungen interessiert sind, ist eine Einigung möglich. Das zeigen mir GesprĂ€che mit ReprĂ€sentanten der Regierungsparteien. Das Problem sind einerseits die HeckenschĂŒtzen im Hintergrund, andererseits die Angst insbesondere in der ĂVP vor der Macht des BetonflĂŒgels in der GĂD. Ich bin trotzdem optimistisch, dass wir ein respektables Paket schnĂŒren können.
Wir GrĂŒne wollen eine Reform, aber eine mit substantiellen VerĂ€nderungen und Verbesserungen, die auch im Klassenzimmer ankommen und unser Bildungssystem gerechter machen. Und die gibt’s nur mit uns GrĂŒnen. DafĂŒr werden wir uns jetzt mit aller Kraft einsetzen, versprochen!
Viele Superlative finden sich im Bildungskapitel in dem von Bundeskanzler Christian Kern gestern vorgestellten âPlan A“ der SPĂ: Da ist von der besten Ausbildung die Rede, die Kinder erhalten sollen, die besten LehrerInnen sollen unterrichten, die besten Köpfe sollen in die Schulen geholt werden, und es soll ĂŒberhaupt die besten Bedingungen geben. Wir könnten jedoch in einem ersten und zweiten Schritt schon einmal damit zufrieden sein, wenn es in der österreichischen Bildung nur einmal besser wĂŒrde. Das mag zwar nicht so populĂ€r klingen, ist aber unter realistischer Betrachtung der derzeitigen Situation nicht anders möglich.
Die von mir seit Jahren geforderte indexbasierte Mittelzuteilung (â