22. Mai 2009

Bildungsland in Bürgerhand?

2009-05-22T10:33:00+02:0022.05.09, 10:33 |Kategorien: Bildung|

Welche gesellschaftspoltischen Intentionen stecken hinter den ÖVP-Vorschlägen zur Bildungspolitik? In Österreich, meinte ein Bloger, werde „niemand durch Arbeit reich, sondern lediglich durch Erbschaften, Schenkungen, Agrarförderungen“. Bei uns werde „bildungsfernen Schichten der Zugang zu Bildung zunehmend erschwert“.

Ins selbe Horn stößt auch die Wissenschaft. In einem Gastkommentar erklärt heute unter dem Titel „Bildungsland in Bürgerhand?“ Hans Pechar, Leiter des Instituts für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung an der Universität Klagenfurt, wie VP-Schulsprecher Werner Amon durch die Wiedereinführung einer Aufnahmeprüfung die soziale Selektion beim Übertritt in die Sekundarstufe bekämpfen will. Um es in seinen Worten zu sagen: Einblicke in einen „Akt der intellektuellen Selbstentblößung“ durch einen ÖVP-Bildungspolitiker.

17. Mai 2009

Falsche Rezepte gegen die Krise!

2009-05-17T08:48:00+02:0017.05.09, 8:48 |Kategorien: Bildung|

Nach seinem Rücktritt als Bundessprecher wurde Alexander van der Bellen gefragt, welche Sprecherrolle er im grünen Parlamentsklub übernehmen wolle. Österreich brauche dringend einen „Anti-Provinzialismussprecher“ meinte er süffisant. Das bestätigt sich leider Woche für Woche.

Letztes Beispiel ist der geplante Ausstieg Österreichs aus CERN. Seit 50 Jahren sind wir Mitglied, seit 50 Jahren können dort österreichische Studentinnen forschen, lernen, Praktika absolvieren, Dissertationen schreiben, seit 50 Jahren partipiziert Österreich von herausragenden Experimenten in der physikalischen Grundlagenforschung, CERN steht für eine funktionierende Zusammenarbeit auf internationaler Ebene: Und jetzt will Österreich aussteigen, weil wir 16 Millionen (so die Wissenschaftler) oder 20 Millionen (so BM Hahn) sparen wollen. 200 österreichische WissenschaftlerInnen sind derzeit im CERN beschäftigt, vieles vom eingezahlten Geld fließt wieder an hoch leistungsfähige österreichische Unternehmen in Form von Aufträgen zurück. Wer etwas gegen den geplanten Ausstieg unternehmen möchte, kann eine Petition unterschreiben.

In der Tat, Alexander, Österreich braucht einen Anti-Provinzialismussprecher. Es braucht wohl viele und nicht nur im Bereich der Wissenschaft.

16. Mai 2009

ÖVP bildungspolitisch im 19. Jahrhundert!

2009-05-16T10:51:00+02:0016.05.09, 10:51 |Kategorien: Bildung|

Jetzt zieht die ÖVP also wieder Aufnahmeprüfung an die AHS aus der „Bildungs-Mottenkiste“ – der grundlegend falsche Weg. In einem Standard-Interview belegt ihr Bildungssprecher Werner Amon erneut, keine Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart zu haben und möchte ein kompliziertes dreigliedriges Aufnahmeverfahren einführen: noch mehr Stress für Kinder, Eltern und LehrerInnen, noch weniger Gerechtigkeit: Unser Hauptproblem ist die viel zu frühe Trennung der Kinder mit neuneinhalb Jahren. Wir können doch nicht die bildungspolitischen Probleme des 21. Jahrhunderts mit den Methoden des 19. Jahrhunderts lösen!

Sämtliche Studien über Schulleistungen belegen ein Zurückfallen österreichischer Kinder- nur ein Beipiel: In Österreich zählen inzwischen 22 der 15-/16-Jährigen zur Lese-Risikogruppe, mehr als im Schnitt der OECD-Länder (20). In Ländern mit einem modernen Schulsystem wie etwa in Skandinavien ist es ein Bruchteil davon (in Finnland 5). Aber auch im Spitzenbereich fallen wir zurück: In Österreich sind es 9, in den fortschrittlichen Ländern fast doppelt soviel. Unser Hauptproblem ist ein veraltetes Schulsystem, wer nun die 1971 abgeschafften Aufnahmeprüfungen an die AHS wieder einführen möchte, hat die Botschaft sämtlicher Fachleute nicht verstanden.

Auch die ÖVP muss endlich die Ergebnisse der Forschung akzeptieren und ihre verstaubten bildungspolitischen Vorstellungen ablegen. Amons Vorschlag ist eine Gefährdung für den Bildungsstandort Österreich!

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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