27. MĂ€rz 2015

So lernen alle Kinder Deutsch: unser Modell zur Sprachförderung!

2015-07-12T11:53:40+02:0027.03.15, 11:43 |Kategorien: Bildung|Tags: , , , |

Bildung_Kind_ChancengerechtigkeitLangsam scheint es Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek zu reichen: Bei der PrĂ€sentation der Ergebnisse der Kremser Regierungsklausur war sie demonstrativ abwesend und hat anschließend das Ergebnis völlig anders interpretiert: Sie spricht sich klar gegen Ghettoklassen aus und hat damit auch unsere volle UnterstĂŒtzung.

Denn sie wissen, was sie tun

Sebastian Kurz, Harald Mahrer & Co handeln fahrlĂ€ssig – und das mit Vorsatz, denn sie mĂŒssten eigentlich wissen, was sie tun: Mit der Forderung nach separaten Sprachklassen vor Schuleintritt ignoriert die ÖVP die explizite Warnung aller ExpertInnen. Und selbst der von Kurz (!) eingesetzte Integrationsbeirat propagiert ein anderes Modell. Erschreckend ist, dass die ÖVP mit der frĂŒhen Trennung die soziale und auch eine ethnische Selektion bereits im Vorschulbereich festschreiben will und die verordnete Einsprachigkeit – auch das kommentieren ExpertInnen sehr kritisch.

GrĂŒnes Modell

Ich habe dem heute im Rahmen einer Pressekonferenz unser Modell gegenĂŒbergestellt. Basierend auf dem Hamburger Modell fĂŒr Sprachenförderung (FörMig) und einer flexiblen Schuleingangsphase setzen wir auf ein ZweisĂ€ulenmodell. Dies bedeutet:
durchgÀngige Sprachenförderung von den Kinderbetreuungseinrichtungen bis in die Schule hinein, integrative Förderung der Erstsprachen und der Bildungssprache sowie gezielte Elternarbeit,
eine flexible Schuleingangsstufe fĂŒr alle, die in der Regel zwei, aber bis zu drei Jahre dauern kann und Kindern die Möglichkeit gibt, sich ohne Diskriminierung zu entwickeln und individuell gefördert zu werden.

Details dazu sind in der Unterlage zu meiner heutigen Pressekonferenz (presseunterlage_27.3.15_sprachfoerderung) zu finden.

Übrigens kritisiert auch der OECD-Bildungsexperte Dr. Andreas Schleicher die MentalitĂ€t der Selektion: „Der hohe Grad an SelektivitĂ€t in Österreich ist Ausdruck eines Systems, das Verantwortung abwĂ€lzt. (
) Und so werden SchĂŒler, vor allem jene mit Migrationshintergrund, nach unten durchgereicht und bekommen nie eine reelle Chance, ihr Potenzial zu entfalten. Letztlich bezahlen dafĂŒr alle.“

FĂŒr die „GrĂŒne Schule“ gilt: „Kein Kind zurĂŒcklassen!“

22. MĂ€rz 2015

Bildungsbudget: „Mit Vollgas gegen die Wand!“

2015-04-30T16:57:11+02:0022.03.15, 10:22 |Kategorien: Bildung|Tags: , |

hypo_tafelDas blau-schwarze Hypo-Desaster in KĂ€rnten ist an vielem Schuld. Es dient zunehmend dazu, notwendige Ausgaben – etwa im Bildungsbereich – als angeblich „nicht finanzierbar“ abzulehnen. Und speziell im Unterrichtsbereich dient die Hypo als Ablenkungsmanöver von der jahrelangen Unterdotierung. Die Situation ist dramatisch, es geht ans Eingemachte. Das ist allerdings nicht nur die Schuld derer, die uns die Hypo-Alpe-Adria-Katastrophe eingebrockt haben. Selbst Bildungsministerin Heinisch-Hosek hat neulich in der Pressestunde von einem „strukturellen Defizit“ seit der Gehrer-Zeit gesprochen.

Bernhard Gaul bringt es heute im „Kurier“ auf den Punkt und titelt „Bildung: 2016 fehlt eine halbe Milliarde“.
Wenn die Bildungsministerin mit dem Finanzminister nicht rasch eine Lösung findet, gibt es ein Desaster.
Mehrfach weise ich seit einem Jahr darauf hin, dass das Unterrichtsbudget deutlich unterdotiert ist und im Grunde nicht einmal die gesetzlich verpflichtenden Ausgaben wie Löhne, GehĂ€lter und Mieten getĂ€tigt werden können („Bildungsbudget: Retten, was zu retten ist!“). Zu Beginn des Jahres habe ich vorgerechnet: Es fehlen „300 Millionen Euro – mindestens“ („Bildung: Doppeltes Spiel der schwarzen Reformverweigerer“). Nun spricht Gaul mit anscheinend sehr prĂ€zisen Quellen von einem Fehlbetrag fĂŒr heuer von 342 Millionen – Tendenz steigend.

19. MĂ€rz 2015

Bildungspolitik: „Von den Oppositionsparteien dringen nur die GrĂŒnen durch“!

2015-03-22T14:50:32+01:0019.03.15, 10:15 |Kategorien: Bildung, Parteien|Tags: , , |

GOeD_Kongress_Neugebauer_FaymannIn Österreich ist die Bildungspolitik eine der grĂ¶ĂŸten Baustellen. Über eine „Bildungsreform“ wird zwar diskutiert, es geschieht aber kaum etwas und wenn, dann nicht systematisch: Da ein bisschen herumdoktern, dort ein Reförmchen, dann aber gleich wieder einen Schritt zurĂŒck, etc.

Wir GrĂŒne versuchen seit Jahren, mit unseren Schwerpunktsetzungen etwas System in die Debatte zu bringen. Die Koalitions„partner“ versuchen eher, sich gegenseitig zu lĂ€hmen. Sie behaupten – siehe Bild – wohl nur selbst, die „Zukunft“ zu sein.

Wie wirkt sich das medial aus? Die unabhĂ€ngige Firma „MediaAffairs“ analysiert Medien, erarbeitet Statistiken ĂŒber PrĂ€senz, ThemenfĂŒhrerschaft u.v.m. Sie hat sich auch mit der Bildungspolitik beschĂ€ftigt und in diesem Zusammenhang die mediale PrĂ€senz der Parteien analysiert. Der wenig ĂŒberraschende Befund: In der Berichterstattung ĂŒberwiegt der großkoalitionĂ€re Streit. FĂŒr uns GrĂŒne schaut das ganz anders aus: „Von den Oppositionsparteien dringen nur die GrĂŒnen durch.“ Hingewiesen wird darauf, dass wir sehr viele Themen aufgreifen, bemĂ€ngelt wird, dass wir in den „reichweitenstarken Medien weniger Raum bekommen“. Und die anderen Oppositionsparteien? „Nur punktuell treten die Neos auf, von FPÖ und Team Stronach ist schulpolitisch wenig vernehmbar.“

Das motiviert natĂŒrlich!

FĂŒr die „GrĂŒne Schule“ gilt: „Kein Kind zurĂŒcklassen!“

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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