Politische Bildung und/oder Digitale Kompetenzen?
Kinder und Jugendliche mĂŒssen umgehen lernen mit Hassposting und unseriösen Internetquellen. Dieses Anliegen von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (Hammerschmid will âdigitale Kompetenzenâ an Schulen) ist prinzipiell zu begrĂŒĂen. Deshalb mĂŒssten âdigitale Kompetenzenâ mehr als bisher schon in der Volksschule und den Schulen der Sekundarstufe I unterrichtet werden â angedacht ist sogar ein eigenes Unterrichtsfach.
NatĂŒrlich gibt es Handlungsbedarf beim Umgang mit dem Internet, insofern liegt die Bildungsministerin auch richtig, wenn sie aktiv wird. Nur die âdigitalen Kompetenzenâ zu stĂ€rken, anstatt zuerst âPolitische Bildungâ massiv zu forcieren, halte ich fĂŒr den verkehrten Ansatz: Wir brauchen im Schulwesen endlich eine Gesamtreform statt stĂ€ndig nur Reförmchen.
In diesem Zusammenhang verweise ich auf die bereits seit langer Zeit bestehenden Unterrichtsprinzipien âMedienerziehungâ und âPolitische Bildungâ, die ganz offensichtlich nicht zum gewĂŒnschten Ergebnis gefĂŒhrt haben und daher eine Neuausrichtung notwendig machen. Ministerin Hammerschmid betreibt hier nun eine Politik, die am einen oder anderen SchrĂ€ubchen dreht, aber nicht darauf reagiert, dass der ganze Motor nicht funktioniert.
Es bestehe seit Jahren ein weitgehender Konsens darĂŒber, dass die EinfĂŒhrung eines Pflichtfaches âPolitische Bildungâ notwendig ist. Die Umsetzung ist aber von Seiten der Regierung immer wieder mit dem Hinweis gescheitert, dass es dafĂŒr nicht ausreichende Mittel gĂ€be. Es ist unumgĂ€nglich, in einem Gesamtkonzept auf die gesellschaftlichen Herausforderungen zu reagieren und in Schulen, aber auch in der Erwachsenenbildung entsprechende Schritte zu setzen: Wenn wir âDigitale Kompetenzenâ vor allem auĂerhalb der technischen und anwendungsbezogenen Komponenten in Richtung eines demokratischen und ethischen Bewusstseins stĂ€rken wollen, wie die Ministerin heute betont hat, mĂŒssen Bildungseinrichtungen zuallererst den Auf- und Ausbau von politischen Kompetenzen fördern. Das ist nĂ€mlich die zentrale gesellschaftliche Herausforderung, der wir uns umgehend stellen mĂŒssen, bevor die Demokratie den Bach hinunter geht.
Gerhard Deimek begehrt folgende
Alle 5.000er-Zahlen jubelt Heinz-Christian Strache, der âEuropameister auf Facebookâ, wie er sich selbst mit 465.000 Fans seiner Seite titulierte. Aber halt, Europameister auf Facebook? Ein paar wenige Klicks genĂŒgen, um den âEuropameisterâ vom Podest zu holen. Ăbrig bleibt, genau genommen, nicht einmal die blecherne Medaille. Doch auch ein Blick auf die Zusammensetzung von Straches Fans offenbart Erstaunliches.

