Ăber Defizite unseres Bildungssystems
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Die Lehrerin und Journalistin Melisa Erkurt ist als Kind mit ihren Eltern aus Bosnien nach Ăsterreich gekommenund hat hier studiert. Damit ist sie eine Ausnahme.
In ihrem Buch âGeneration Haramâ schildert sie eindrucksvoll die Defizite des österreichischen Bildungssystems. Es ist nicht von Ideologie geprĂ€gt, sondern zweigt in pragmatischer und konstruktiver die Schwachstellen des Systems und Lösungswege.
Allheilmittel allerdings gibt es keines. Wie kann man vorgezeichnete Schicksale von Kindern aus bildungsfernen Schichten – meist, aber nicht immer mit migrantischem Hintergrund – durchbrechen? Wie kann man Sprachkompetenz fördern, wie kann man das SelbstwertgefĂŒhl von Kindern und Jugendlichen stĂ€rken?
Was mir gefĂ€llt (und in der Bildungspolitik abgeht), ist Erkurts Schlussfolgerung: Nicht die Kindern und Jugendlichen mĂŒssen sich Ă€ndern, sondern das System Schule.
Die aktuelle Pandemie ist eine Riesenherausforderung fĂŒr unser Schul- und Bildungssystem. In einem âKommentar der Anderenâ im âStandardâ bin ich auf einige Aspekte eingegangen und habe einige VersĂ€umnisse der letzten Monate thematisiert. Einige Problemfelder sind nĂ€mlich nicht oder viel zu zaghaft angegangen worden. Das könnte sich in den nĂ€chsten Monaten bitter rĂ€chen.
âKein Kind zurĂŒcklassen!â Seit 2008 habe ich dieses Motto in der Signatur meiner Emails stehen, ebenso hier auf meinem Blog in allen BeitrĂ€gen zum Bildungsthema, in Presseaussendungen etc.