âPegidaâ und die âabendlĂ€ndischen Werteâ!
âPegidaâ will also die âabendlĂ€ndischen Werteâ verteidigen, singt dabei Weihnachtslieder und warnt vor einer angeblichen âIslamisierungâ.
Nachdem nicht nur ich mit diesen Herrschaften aber schon gar nichts zu tun haben möchte, fragt sich, was den unsere âgemeinsamen abendlĂ€ndischen Werteâ sein sollen. Dient nicht allein schon die Definition dieser Werte einem Zweck â nĂ€mlich der Abgrenzung von âauĂenâ? WĂ€re es nicht höchst an der Zeit, eine positive europĂ€ische IdentitĂ€t zu suchen und zu definieren â die MultikulturalitĂ€t als wesentlichen Wert begreift?
In der âZeitâ gibt es dazu interessante Thesen von Tanja DĂŒckers (âVon Geburt an Multikulturalistâ), die sich als âBerlinerin, Atheistin, EuropĂ€erinâ bezeichnet. Sie zitiert in ihrem Beitrag eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (âIntolerance, Prejudice and Discriminationâ): Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile sind in Europa leider nach wie vor weit verbreitet, am wenigsten in den Niederlanden, am stĂ€rksten in Polen und Ungarn.
Auch Ăsterreich bekommt sein Fett ab: Auf die Frage, ob man in den letzten zwölf Monaten wegen des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Herkunft, Religion oder des Alters diskriminiert worden sei, antworten 15 Prozent der EuropĂ€er mit âJaâ. Am meisten in Ăsterreich, gefolgt von Italien und Ungarn.
Tanja DĂŒckers zieht in der âZeitâ folgendes ResĂŒmee: âIch lebe in einem Kontinent, der sich dem keineswegs toten, sondern von 500 Millionen Menschen tĂ€glich gelebten Multikulturalismus verschrieben hat.â
Schön wĂ€rÂŽs. Ganz glauben kann ich es (noch) nicht. Aber eines ist sicher: âPegidaâ dĂŒrfen wir die Definition unserer Werte nicht ĂŒberlassen!

Ich bin schon gespannt, mit welchen Argumenten die Ergebnisse der 