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Willkommen auf meinem Blog!

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Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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29. Dezember 2015

Das Neujahrskonzert und so manch unhaltbare Legende

29.12.15, 10:21 |Categories: Geschichte und Rechtsextremismus, Gesellschaft|Tags: , , |

Staatsoper_NSKurz vor Neujahr kommen in Sachen Neujahrskonzert die Beschwichtiger, Verniedlicher und historischen Ignoranten so sicher wie das Amen im Gebet und behaupten allen Fakten zum Trotz, das Konzert habe seinen Ursprung zwar in der NS-Zeit, sei damals aber eine Art Widerstandshandlung der „unterdrückten Ostmärker“ gegen die „preußischen Nazis“ gewesen. Die historische Realität ist eine andere. Dazu habe ich in der „Presse“ einen Gastkommentar verfasst: „Das Neujahrskonzert und so manch unhaltbare Legende

Der Anlass dazu waren unverfrorene Behauptungen des „Presse“-Kulturredakteurs Wilhelm Sinkowicz („Von Krauss bis Mehta“): „Wer ein wenig über den Zeitgeschichtlerhorizont hinausdenkt, kann sich vorstellen, was es für Österreicher, die gerade zu ,Ostmärkern‘ degradiert worden sind, bedeutet haben mag, wenn die Philharmoniker Musik der Strauß-Dynastie unter Leitung des geborenen Wieners Clemens Krauss musiziert haben.“

Es ist wirklich ärgerlich, denn seit Jahren ist das Gegenteil bekannt, auch wenn Historiker wie Oliver Rathkolb oder Clemens Hellsberg, der ehemalige Vorstand der Philharmoniker, hartnäckig das Gegenteil behauptet haben. Seriöse und unabhängige Forscherinnen und Forscher haben die Fakten sauber recherchiert: „Gerücht oder Tatsache? Das Neujahrskonzert und die Nazis!

Auch der deutsche Musikhistoriker Ralph Braun hat die jetzige Situation und die Geschichtsklitterungen in einem Beitrag auf der Seite des Operetta Research Center Amsterdam umfassend analysiert („Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker: Angst vor der Nazi-Vergangenheit?“).

Auf den Punkt gebracht hat es der Schweizer Musikhistoriker Fritz Trümpi. Er schrieb, dass das Neujahrskonzert „Ergebnis einer nationalsozialistischen Kulturpolitik“ war.

21. September 2015

„Ausgelöschte Namen“ – NS-Opfer im Kärntner Gailtal!

21.09.15, 14:15 |Categories: Geschichte und Rechtsextremismus|Tags: , , , , |

Layout 1Im Gailtail gibt es eine bemerkenswerte historische und kulturelle Initiative, die nicht zuletzt verantwortlich dafür ist, dass die Zweisprachigkeit wieder gelebt und das „Gailtaler Slowenisch“ eine Renaissance erlebt. Ein von Karin Koller geführtes berührendes Zeitzeugengespräch mit dem Untergailter Josef Schnabel über den antifaschistischen Widerstand im unteren Gailtal, über Zivilcourage, die Unmöglichkeit im Tal Slowenisch zu sprechen und PartisanInnen ein Denkmal zu setzen, kann man von der Homepage downloaden.

Nun erscheint auch ein spannendes Buch. Mehr als zwei Jahre lang haben zwölf Autorinnen und Autoren daran gearbeitet und 200 Biographien von NS-Opfern – darunter Babys, Kleinkinder, Greise – im und aus dem Gailtal recherchiert. Das Thema ist nach wie vor heftig umstritten. Die Kärntner PartisanInnen haben nicht nur bei der äußersten Rechten noch immer das Stigma des Landesverrats. Ihr wesentlicher  Beitrag  zur  Befreiung  Kärntens  vom Nationalsozialismus wird dabei oft außer Acht gelassen. Der Assimilierungsdruck war nach 1945 extrem hoch. Nachzulesen bei Maja Haderlap, der es in ihrem Roman Engel des Vergessens“ gelingt, die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes zu erzählen.

Die „Ausgelöschten Namen“ sind eine ideale Ergänzung dazu. Die Buchpräsentation findet in dieser Woche in Anwesenheit fast aller zwölf AutorInnen statt.

Zeit: 26. September, 19:30 Uhr

Ort: Gasthof „Alte Post“ in Feistritz im Gailtal/Bistrica na Zilji

Das Buch wird sicher weit über die Grenzen des Gailtales hinaus für viel Gesprächsstoff sorgen: „Ausgelöschte Namen“ erscheint im Otto-Müller Verlag. Weitere Informationen zum Buch sind unter diesem Link nachzulesen.

23. Juli 2015

Fluchtwege in der NS-Zeit – Theater-Wanderung in Vorarlberg!

23.07.15, 15:54 |Categories: Allgemein, Geschichte und Rechtsextremismus|Tags: |

teatro caprileInsider der Vorarlberger Zeitgeschichte kennen die bedeutendsten Fluchtrouten in der NS-Zeit. Für Jüdinnen und Juden sowie aus politischen oder aus anderen Gründen Verfolgte waren sie der „Weg in die Freiheit“.
Im Montafon hat sich das „Teatro Caprile“ des Themas angenommen und eine einzigartige, sehr beeindruckende und empfehlenswerte Produktion heuer wieder ins Programm aufgenommen: „Auf der Flucht: Gargellen – Sarotla – Schweiz“. Es handelt sich um interaktives Theater mit geführter Wanderung an den Originalschauplätzen und dauert in einer herrlichen Landschaft fast sechs Stunden. Ich habe  kürzlich daran teilgenommen und kann das nur empfehlen. Die – zumindest vorläufig – letzten Möglichkeiten gibt es am 28., 29. und 30. August.
Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Treffpunkt ist jeweils um 9:00 Uhr bei der Kirche in Gargellen. Die Theater-Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, da die Wandergruppe mit 40 TeilnehmerInnen begrenzt ist, entweder am oben angegebenen Link oder telefonisch unter  +43 5558 8201-300.
Die Wanderung erfordert eine entsprechende Grundkondition und erfolgt auf eigene Gefahr. Das Tour endet auf der Alpe Rongg.