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26. Mai2016

Liebe Regierung, jetzt muss geliefert werden!

von |26.05.16, 9:34 |Bildung, Nationalrat|0 Kommentare

Eines hat der neue Bundeskanzler Christian Kern erreicht: Ein Fünkchen Hoffnung, dass sich die Regierung spät aber doch noch auf ihre eigentliche Aufgabe besinnt und Reformen zügig anpackt.

Auch die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid verdient eine faire Chance. Das habe ich in meiner „Begrüßungsrede“ herausgestrichen – und den destruktiven Stil der FPÖ entsprechend deutlich kritisiert. Denn schon am ersten Tag (!) ihrer Tätigkeit waren die gerade ernannten MinisterInnen mit einem blauen Misstrauensvotum konfrontiert!

23. Mai2016

Bundespräsidentenwahl: Österreich ist mit blauem Auge davongekommen!

von |23.05.16, 17:27 |Allgemein|3 Kommentare

BPW_ErgebnisZuerst mal eine Bitte: Grafik anschauen und genießen. Eventuell auch ein bisschen feiern. Das muss jetzt sein. Dann geht´s aber eh schon an die Analyse.

Und weil es gestern „Im Zentrum“ wieder auf eigenartige Weise diskutiert wurde: Nicht 50 Prozent der Hofer-WählerInnen sind rechtsextrem oder gar neonazistisch, sondern die freiheitliche Parteielite ist ersteres und toleriert zweiteres. Sie betreibt eine Radikalisierung der Gesellschaft bis in die bürgerliche Mitte hinein. Wir haben ein Problem mit dem Rechtsextremismus. Das muss benannt werden, daran führt kein Weg vorbei. Der Vorfallvom letzten Wochenende in Vorarlberg, bei dem ein amtsbekannter Neonazi mit einer Waffe in die Menge schoss, ist dafür wohl das furchtbarste Zeugnis.

In Oberösterreich hat, das ist bemerkenswert, eine Mehrheit schon wenige Monate nach den Landtagswahlen der ÖVP-FPÖ-Koalition die kalte Schulter gezeigt – am spannendsten dabei der Sieg von Van der Bellen in Wels, wo die FPÖ seit September 2015 immerhin den Bürgermeister stellt.

Natürlich, aber das ist nicht neu, gab’s sehr viele Stimmen gegen das Establishment – und damit bin ich bei den Grünen und dem von uns unterstützten Kandidaten Van der Bellen: Wir werden als Teil dieses Establishments wahrgenommen. Meine Partei wird sich damit zu beschäftigen haben, will sie den Protest nicht weiter den Rechten und Rechtsextremen überlassen. Ob als Ort der beiden Wahlfeiern jeweils ein Palais das taugliche Zeichen nach außen ist, wage ich zu bezweifeln. Tatsache ist, dass Van der Bellen von vielen Nicht-Grünen gewählt worden ist.

Die Aufholjagd besonders in den letzten zwei Wochen war großartig. Noch besser war das breite zivilgesellschaftliche Engagement für ihn. Die vielen Initiativen quer durchs Land sind ein Grund zur Zuversicht, sie zu gewinnen, wird wichtig sein, um zum glaubwürdigen und zukunftsorientierten Gegenpol der FPÖ zu werden. Denn schenken wir den Umfragen zu den Wahlmotiven Glauben, war der Wille, Norbert Hofer als Bundespräsident zu verhindern, sehr entscheidend. Darin treffen sich (fast) alle, die den Rechtsruck in unserem Land nicht mittragen und dem etwas entgegensetzen wollen. Auch hier müssen wir Grüne weiter ein deutliches Angebot machen – noch klarer als bisher.

In all den gestern gehörten Statements fiel mir eines besonders auf, nämlich jenes des von Jörg Haider gestürzten Ex-FPÖ-Chefs Norbert Steger. Er meinte hinsichtlich der vielen Hofer-Stimmen im Burgenland lächelnd, in Weinbaugebieten sei niemand extrem. Damit ist die österreichische Misere in einem kurzen Satz bloßgestellt. Gerade in den Weinbaugebieten konnte der Nationalsozialismus besonders stark Fuß fassen, weil Hitler die 1938 hoch verschuldeten Weinbauern entschuldet hatte und der Wein-Preis durch den Ankauf hoher Mengen für die Wehrmacht in die Höhe getrieben wurde. Daraus bildeten sich Kontinuitäten bis heute. Bei Steger manifestiert sich einmal mehr unser „schlampiger“ oder nachlässiger Umgang mit dem Nationalsozialismus und heute mit dem Rechtsextremismus, indem wir uns weinselig darüber hinweg schwindeln: Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist. Das Wort „blau“ gewinnt in diesem Zusammenhang durchaus eine doppelte Bedeutung.

20. Mai2016

Zentralmatura: Desaster in Mathematik?

von |20.05.16, 12:15 |Allgemein, Bildung|0 Kommentare

Zentralmatura3Probleme mit der Zentralmatura und kein Ende! Wie oft ich auf diesem Blog schon auf die ärgerliche Umsetzung dieses an sich guten Projekts eingegangen bin? Zu oft!

Nun haben wir das nächste Problem: die Mathematik-Matura. Der offensichtlich zwischen 2015 und 2016 schwankende Schwierigkeitsgrad führt die Ziele der Zentralmatura ad absurdum und diskreditiert das gesamte Projekt. Viel Arbeit für die neue Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid: Willkommen in der Schulrealität!

Und sie muss sofort an die Arbeit gehen – wie ich heute in einer Presseaussendung verlangt habe – und Konsequenzen ziehen. In den letzten Tagen habe ich viele Meldungen von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften bekommen. Die Notenkonferenzen finden zwar erst in der kommenden Woche statt, demnach ist aber schon jetzt klar, dass die Resultate wenigstens teilweise sehr schlecht ausfallen.

Kein Verständnis habe ich für die Beschwichtigungsversuche von Jürgen Horschinegg: Als Direktor des BIFIE Änderungen erst für das Jahr 2018 für möglich zu halten, ist nicht zu akzeptieren. Wenn Probleme offenkundig werden, muss umgehend gehandelt werden. So haben mir betroffene Lehrkräfte berichtet, es sei völlig unverständlich, dass der Schwierigkeitsgrad bei dieser Matura im Vergleich zum letzten Jahr höher und die Fragestellungen völlig anders waren: Das ist umgehend zu korrigieren.“

Laut Rückmeldungen war für die SchülerInnen heuer besonders die Formulierung der Aufgabenstellungen eine Hürde. Dass ausgerechnet die Lesekompetenz für die Mathematik-Matura so ausschlaggebend sein würde, damit haben die KandidatInnen nicht gerechnet. Im vergangenen Jahr setzte das BIFIE im Teil A stärker auf Multiple-Choice-Aufgaben. Auch das wurde kritisiert, diesmal ist das Pendel ins andere Extrem umgeschlagen.

Besonders brisant: Ich habe Informationen bekommen, wonach in der Bundesreifeprüfungskommission die Problematik der Formulierung von Aufgabenstellungen bereits vor Monaten angesprochen worden ist. Die Einrichtung eines Forschungsprojekts, das dazu dienen hätte sollen, Aufgabenstellungen für alle verständlicher zu formulieren, wurde aber abgelehnt. Das ist nicht nachvollziehbar. Das Bildungsministerium muss dringend dafür sorgen, dass die Zentralmatura endlich in einem absehbaren Format und jährlich vergleichbarem Schwierigkeitsgrad bereitgestellt wird, Es ist eine der wichtigsten Prüfungen im Leben junger Menschen. Sie haben ein Recht, sich gezielt darauf vorbereiten zu können.