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5. Juli 2016

Grünes „Sommerlabor 2016“ in Kapfenberg

05.07.16, 13:31 |Categories: Allgemein, Arbeit und Wirtschaft, Bildung, Gesellschaft, Integration, Klima und Umwelt, Parteien|Tags: |

Sommerlabor
Aushöhlung des Sozialstaates, Ausschluss breiter Gesellschaftsteile von politischen Entscheidungen, Austeritätspolitik gegen ökonomisch schwächere Staaten. Eine kleine elitäre Gruppe, die bestimmt und gewinnt, während die große Mehrheit immer weiter an den Rand gedrängt wird – unter der neoliberalen Parole „There is no alternative“!
Von dieser Entwicklung profitieren in Europa vor allem rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien.

Im Sommerlabor 2016 gehen wir der Frage nach, wie progressive Kräfte wieder Geschichte schreiben können. Warum ist vielen emanzipatorischen Bewegungen die Luft ausgegangen? Wie und wann können Demonstrationen statt leeres Ritual wieder ein politisches Kampfmittel sein und etwas bewirken? Was muss sich an der Funktionsweise politischer Parteien ändern? Wie können wir eine „Demokratie von Unten“ verwirklichen?

Das Sommerlabor der Grünen Akademie ist bereits ausgebucht!

Tagesgäste können sich aber noch anmelden für:

Samstag, den 9.7. von 10.45 – 13.00

Ich wurde eingeladen, die einleitende Rede zu halten. Dann gibt es ein „Big Picture“ mit

  • Birgit Mahnkopf, Professorin für Gesellschaftspolitik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin
  • Meropi Tzanetakis, Senior Researcher am Wiener Zentrum für
    sozialwissenschaftliche Sicherheitsforschung
  • Tobias Neef, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung, Göttingen
  • Merijn Oudenampsen, Soziologe und Publizist, Amsterdam
  • Lukas Oberndorfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der AK für EU und Internationales, Wien

Moderiert wird die Veranstaltung von der Diversitätsfachfrau Edith Zitz.

28. Dezember 2015

Vorarlberger Unterland: Bahn statt Stau!

28.12.15, 10:26 |Categories: Klima und Umwelt|Tags: , , |

RailjetDie Menschen in den Gemeinden des Vorarlberger Unterlandes ächzen unter der Verkehrsbelastung. Jeden Tag gibt es Stau. Wir wissen alle, dass es dringend eine Entlastung braucht. Eine (!) sinnvolle Lösung ist eine direkte und funktionierende Zugverbindung zwischen Dornbirn und St. Gallen. Dazu habe ich eine Anfrage an Verkehrsminister Stöger gerichtet und ihn aufgefordert, er möge umgehend die Weichen in die richtige Richtung stellen (Vorarlbergs Grüne wollen S-Bahn-Linie Dornbirn-St.Margrethen-St.Gallen).

Die Strecke existiert bereits: Schon jetzt gibt es eine Schienenverbindung von Dornbirn nach Hard, Lauterach und Lustenau sowie anschließend in die Schweiz. Diese Strecke wird derzeit aber nicht für den Personenverkehr benützt, obwohl sie großräumig betrachtet eine direkte Zugverbindung von St. Gallen bis nach Feldkirch herstellen wurde. Nun muss umgehend an den technischen Notwendigkeiten für eine funktionierende Bahnstrecke gearbeitet werden. Das ist möglich, wie die Bahn nach meiner Initiative auf Anfrage der Presse bestätigt hat.

Wir brauchen eine Antwort auf den steigenden grenzüberschreitenden PKW-Verkehr. Diese kann nur in einer umwelt- und klimaverträglichen Verkehrspolitik liegen – im Ausbau der Bahnverbindung. Nicht nur Anrainerinnen und Anrainer würden profitieren, sondern auch die vielen Verkehrsteilnehmenden. Die Verbindung zwischen den Nachbarländern und innerhalb der Vorarlberger Gemeinden wären mit dem Bahnausbau schneller, sicherer und leistbarer.

6. August 2015

Gletschern droht Rekordschmelze!

06.08.15, 14:43 |Categories: Allgemein, Klima und Umwelt|Tags: , |

Gletscherschmelze_SZEs ist nicht nur das derzeitige Wetter, das mich zu diesem Thema motiviert. Es sind die unvorhersehbaren und daher beängstigenden Auswirkungen, die das Abschmelzen unserer Gletscher seit der Mitte des vorvorigen Jahrhunderts bewirken.

Alles nicht so schlimm, behaupten viele. Aber: In den Alpen ist bereits die Hälfte der im 19. Jahrhundert von Gletschern bedeckten Fläche durch den Rückgang des Eises freigelegt worden. Es handelt sich zudem um ein weltweites Phänomen: Die Gletscher schmelzen mehr oder weniger überall – vor allem an den Polen – entsprechend den zu beobachtenden Klima- und Temperaturschwankungen.

Derzeit erleben wir beispielsweise in Salzburg den wärmsten Juli der 248-jährigen Messgeschichte („Gletschern droht Rekordschmelze“).

Ende Juli wurde am Stubacher Sonnblickkees bereits ein Ausaperungsstadium erreicht, wie das im Vorjahr erst Ende September der Fall war. Anderswo in den Alpen sieht es nicht besser aus. Fehlt die schützende reflektierende Schneehülle und kommt das dunklere Eis zum Vorschein, werden die Sonnenstrahlen nicht mehr reflektiert. Dann geht es an die Eissubstanz, und die Gletscher verlieren täglich an Masse. Das dauert heuer im günstigsten Fall noch vier oder fünf Wochen, im schlechtesten acht. Am Stubacher Sonnblickkees liegt der Massenverlust seit Anfang der 1980er Jahre bei mehr als 30 Millionen Kubikmeter. Die Mehrzahl der Alpengletscher wird heuer wieder deutlich an Masse verlieren. Und an den Polen schaut die Sache noch dramatischer aus.

Experten warnen deshalb vor den Folgen (Gletscherschwund seit 1850):

  • Anstieg des Meeresspiegels: Wenn nichts geschieht, würden bei einem Anstieg um einen Meter weltweit 150.000 km² Landfläche überschwemmt. 180 Millionen Menschen wären betroffen.
  • Felsabstürze: Allein am schweizerischen Eiger waren es bei einem einzigen Ereignis im Jahr 2006 mehr als 500.000 m³.
  • Ausbrüche von Gletscherseen: In Nepal gab es nach einer bis zu 15 m hohen Flutwelle Tote und riesigen Sachschaden.
  • Am Gravierendsten sind aber der Anstieg des Meeresspiegels und Wassermangel in bestimmten Regionen.

Die Zeit zum Handeln ist überreif. Beim Weltklimagipfel in Paris im Dezember diesen Jahres beispielsweise.
Bild: Süddeutsche Zeitung