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29. August 2017

Geld für Bildung statt für Abfangjäger

29.08.17, 17:58 |Categories: Bildung, Gesellschaft|Tags: , , |

Pressekonferenz "Bildung statt Abfangjäger" mit Ulrike Lunacek

Pressekonferenz „Bildung statt Abfangjäger“ mit Ulrike Lunacek

Die Anschaffung und der Betrieb von Abfangjägern sorgen in Österreich seit Jahrzehnten für Diskussion, Ablehnung und Widerstand. Höhepunkt waren dann wohl die dubiosen Geschäfte rund um den Kauf der Eurofighter, die als Teurofighter in die Geschichte eingehen werden und der Republik einen Schaden von mehr als einer Milliarde Euro beschert haben. Schon 1985 brachte der damalige Wiener ÖVP-Vizebürgermeister Erhard Busek den gänzlichen Verzicht auf Abfangjäger ins Spiel – um damit seinen Unmut über den Ankauf der Draken Ausdruck zu verleihen.

Geld für den Chancenindex fehlt

Inzwischen führen wir jährlich die Diskussionen, dass der Bildung Geld fehlt und notwendige Investitionen nicht getätigt werden können. Die SPÖ um Kanzler Kern und Bildungsministerin Hammerschmid verspricht eine Aufstockung des Bildungsbudgets um 300 Millionen Euro, um Brennpunktschulen besser – vor allem mit mehr Lehrkräften – auszustatten. Das erstaunt mich nun, weil mir Ministerin Hammerschmid im Zuge der Verhandlungen um die Bildungsreform noch im Mai erklärt hatte, es sei genug Geld im Bildungssystem vorhanden. Nun will die Bildungsministerin aber einen Brief an Finanzminister Schelling schreiben, um die zusätzlichen budgetären Mittel zu erhalten und – so verspricht es die SPÖ – 5.000 zusätzliche Lehrkräfte zur Umsetzung des Chancenindex bis zum Jahr 2020 anstellen. Dass wir bis 2020 bereits um die 6.000 zusätzliche LehrerInnen im System benötigen, um den Chancenindex so zu realisieren, wie ihn die Arbeiterkammer berechnet hat, sei einmal dahingestellt.

Lehrkräfte: Woher nehmen, wenn nicht ausbilden?

Was uns die Bildungsministerin noch nicht verraten hat, ist, woher die zusätzlichen LehrerInnen kommen sollen, da wir auf einen eklatanten Lehrermangel zusteuern. Dass wir bereits jetzt viel zu wenige ausgebildete Lehrende für eine professionelle Sprachförderung (Deutsch und Herkunftssprachen) haben, wird die Zusatzbesetzungen auch nicht leichter machen. Denn Österreich verabsäumt es seit vielen Jahren, genügend Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache an Universitäten und Hochschulen auszubilden. Die erste Maßnahme wäre daher die Einrichtung bzw. deutliche Ausweitung von entsprechenden regulären Studienmöglichkeiten, um Fachkräfte für die Sprachförderung in die Schulen (und Kindergärten) zu bringen.

Bildung als Waffe für die Zukunft

Das Geld, das wir für die Anschaffung und den Betrieb von Abfangjägern investieren müssten, wäre aus Grüner Sicht im Bildungsbereich sinnvoller eingesetzt. Wir benötigen umgehend eine Ausbildungsoffensive in der LehrerInnenbildung, damit wir mehr qualifizierte Lehrkräfte in unseren Schulen haben. Das kostet Geld, denn mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung gibt es nicht zum Nulltarif. Bildung gehört zu den wichtigsten Waffen für die Zukunft unserer Kinder, aber auch für unseren Staat. Mit guten Bildungsmöglichkeiten sind wir jedenfalls besser gerüstet als mit Abfangjägern.

 

25. August 2017

Kostenfalle Schulstart – das muss geändert werden!

25.08.17, 14:12 |Categories: Bildung|Tags: |

Kürzlich erzählte mir eine alleinerziehende Mutter, dass sie zum Schulstart ihres Kindes etwa 3.000 € zu berappen hat, denn diesmal stünden aufgrund des Übertritts in eine grafische Schule neben den üblichen Ausgaben die Anschaffung eines Laptops und eines Fotoapparats an. Das ist für diese Mutter eine enorme finanzielle Belastung. Aber welche Eltern wollen schon der Bildungslaufbahn des eigenen Kindes im Weg stehen? Also wird gespart und bezahlt – wenn es sich Eltern überhaupt leisten können.

In Österreich sind 231.000 Kinder und Jugendliche von Armut betroffen bzw. gefährdet. Besonders für deren Eltern ist der Schulbeginn eine finanzielle Herausforderung, denn das neue Schuljahr beginnt mit Ausgaben für Taschen und Hefte, Stifte und Zirkel, Sportbekleidung und Hausschuhen in Höhe von bis zu 300 Euro. Nicht eingerechnet sind Sonderanschaffungen und die Kosten für Schulveranstaltungen wie Sprach-, Sport- und Wienwochen. Das Schulstartgeld von 100€, das für 6- bis 15-jährige Kinder ausbezahlt wird, reicht in der Regel nicht einmal ansatzweise.

Umfrage Standard.at 31.8.2016

In einigen europäischen Ländern ist es üblich, dass schulpflichtige Kinder und Jugendliche sämtliche benötigten Unterrichtsmaterialen kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Auch die Stadt Wien geht schon lange mit gutem Beispiel voran und stellt allen Pflichtschulen einen Warenkorb zur Verfügung, aus dem die Schulen die für den Unterricht nötigen Materialien für ihre SchülerInnen bestellen können.

Ich will, dass alle schulpflichtigen Kinder in Österreich kostenlose Unterrichtsmaterialen bekommen. Die Kosten dafür wären etwa 28 Millionen Euro. Verglichen mit dem Schaden, der der Republik Österreich durch den Ankauf der Eurofighter entstanden ist, ist das nichts, denn der belaufe sich laut Einschätzung von Experten auf bis zu 1,1 Milliarden Euro.

Hier haben wir dringenden Handlungsbedarf, damit nicht schon zu Schulbeginn ausgerechnet die sozial Schwächsten zusätzliche Nachteile erleiden. Denn ein Mehr an Bildungsgerechtigkeit bedeutet auch, dass alle Kinder die benötigten Materialen bekommen.

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
23. August 2017

Österreich, Land der bezahlten Nachhilfe – muss nicht sein!

23.08.17, 13:52 |Categories: Bildung|Tags: , , , , |

In Österreich benötigt etwa ein Viertel aller SchülerInnen Nachhilfe. Die Kosten dafür belasten die Budgets von Familien ordentlich – die durchschnittlichen Jahresausgaben pro SchülerIn mit Nachhilfebedarf liegen bei 710 €. Die Hälfte aller betroffenen Haushalte gibt an, dadurch sehr stark bzw. spürbar belastet zu sein. Für fast 50.000 SchülerInnen wäre eine Nachhilfe wünschenswert gewesen, konnte aber aus geografischen oder finanziellen Gründen nicht organisiert werden. Das ergibt die aktuelle Studie der Arbeiterkammer „Nachhilfe in Österreich 2017“. Bedrückend dabei ist, dass auch schon viele Volksschulkinder Nachhilfe beanspruchen müssen.

Die Verbesserungswünsche, die Eltern haben, sind vielfältig: Sie wünschen sich einen besseren Einsatz moderner und effizienter Unterrichtsmethoden, plädieren für kleinere Unterrichtsgruppen, für kostenlose Nachhilfeangebote und den Ausbau des Förderunterrichts an den Schulen sowie für mehr Zeit zum Üben des Stoffes.

Was nun auch immer die individuell durchaus verschiedenen Ursachen für den signifikant hohen Förderbedarf in Österreich sind, so lässt sich daraus ein struktureller Änderungsbedarf ableiten:

  • Eine Gemeinsame Schule der 6- bis 14-Jährigen beseitigt den Druck bei Volksschulkindern, unbedingt Gymnasiumsreife erlangen müssen.
  • Ganztägige Schulformen bringen mehr Zeit zum Lernen, machen Hausübungen überflüssig und verringern externe Nachhilfe markant. Freizeit ist dann wirklich Freizeit, die Familienmitglieder werden psychisch und finanziell entlastet.
  • Die flächendeckende Einführung eines „Chancenindex“, der mehr Ressourcen in Brennpunktschulen bringt, sichert mehr LehrerInnen und mehr Unterstützungspersonal dort, wo es dringend benötigt wird.

Die Gemeinsame Schule, ganztägige Schulformen und der „Chancenindex“ sind daher ein wesentlicher Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit: Alle Kinder und Jugendlichen bekommen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern jene Förderung, die sie benötigen. Auch wenn es schon langweilig wird: Finnland macht es vor, dass Schule ohne Hausübungen und Nachhilfe geht. Wir sind – nicht zuletzt dank der von uns Grünen eingebrachten Punkte der Bildungsreform – wenigstens einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. In der nächsten Legislaturperiode wird es unter anderem um eine deutliche Budgeterhöhung für die Bildung gehen, denn nur durch sie können die dringend notwendigen Maßnahmen abgesichert werden.

 

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“